Klosterwiesgasse 3

Umfassende Sanierung

Bauherr: Projekt Klosterwiesgasse 3 der W&S Baubetreuung GmbH & Co KG
Fertigstellung: 2013
Fördernde Stellen: Land Steiermark; FA 15, Steiermärkische Wohnbauförderung und Steiermärkischer Revitalisierungsfond
Fotos: Peter Eder www.peter-eder.at

Förmlich eingeklemmt zwischen zwei hohen Giebelwänden der gründerzeitlichen Bebauung fanden wir das Haus Nr. 3 vor. Zweigeschossig, mit strassenseitigen Dachgauben und hofseitigem Laubengang, geht es auf das Biedermeier zurück. Es gab auch eine Stellungnahme des Altstadtschutzes, wonach das strassenseitige Dach mit den Dachgauben zu erhalten sei. Städtebaulich war es möglich die Bebauung bis zur Giebelhöhe der Nachbarn auszubauen. Vor der Sanierung war das Haus unbewohnt, im Erdgeschoß befanden sich ein Cafe und ein Geschäftslokal. Der bauliche Zustand war eher am Ende seiner Wertigkeit angelangt. Der Innenhof mit einer gewerblichen Bebauung sollte weitgehend unverändert erhalten bleiben. Die umfassende Sanierung war mit Mitteln aus der Wohnbauförderung und von den Anlegern zu finanzieren.

Widerstrebende Ziele waren also im Entwurf zu einem neuen Ganzen zu vereinen. Nachdem das strassenseitige Dach zu erhalten war, rückten wir die Bebauung in Richtung Hof und stockten das Gebäude um zwei Geschoße auf. Die Aufstockung liegt hinter dem bestehenden Dachfirst und ist von diesem, mit einem durchlaufenden Terrassenstreifen als Zäsur, klar abgesetzt. Damit kommen die Wohnungen dort in den Genuß einer kleinen Terrasse. Die Erschließung der Wohnungen erfolgt über einen Laubengang im Hof mit integriertem Lift. Um den großen Innenhof erlebbar zu machen, wurde der Laubengang stellenweise für Sitznischen ausgebuchtet. An die Giebelmauer nach Süden wurden Wohnungen angebaut. Aus statischen Gründen ist das 5. Obergeschoß in Holzbauweise errichtet. Insgesamt entstanden so 21 Wohnungnen, 2 Geschäfte und ein Cafe in unmittelbarer Nähe zum Grazer Jakominiplatz.

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