Urslau Maria Alm Kleinwasser- kraftwerk

Wettbewerb 1. Preis, Arge mit Robert Martin
Bauherr:
Österreichische Bundesforste AG
Fertigstellung: 2014
Fotos: Peter Eder www.peter-eder.at

Imposant ist die umgebende Topographie von elementarer Materialität geprägt. Der Entwurf übersetzt diese strukturellen Elemente aus weitem Land, dem Kalkgebirge, den blockhaften Häusern und dem überhöhten Kirchturm durch ebenfalls elementare Materialien: kristallines Glas, naturbelassenes Holz, Stahl und Beton.

Die Maschinenhalle versteht sich als transluzenter Kubus aus Profilitglas-Elementen, grünlich wie das Wasser der Urslau und graugrün wie der Hochkönig. Die Schicht aus flankierenden Lärchenholzlamellen ist der Filter zur Umgebung. Die Tragstruktur besteht aus Stahlstützen und einer KLH-Holzdecke. Am begrünten Dach befinden sich zwei abhebbare KLH Deckel als Revisionsöffnungen. Die Lüftungsöffnungen sind, vom Dorf abgewandt, vertikal zwischen den Profilitglas-Elementen integriert. Über die Brücke kommend sieht man als erstes die Holzlamellenstruktur, die sich im Vorübergehen zum gläsernen Kubus öffnet.

Während Energie gewonnen wird, soll über farbige LED Elemente die Maschinenhalle von innen beleuchtet werden, um den Vorgang der Energieerzeugung nach Außen zu kommunizieren.

Dem Ortsraum zugewandt befinden sich die Zufahrt und die Eingangsseite. Am Vorplatz soll ein Sichttrichter den Blick auf das abfließende Wasser ermöglichen. Lage und Funktionen des Bauwerkes wurden von der technischen Planung übernommen. Eine Verbindung zwischen Werkstatt und Aufenthaltsbereich wird vorgeschlagen. Die Grünraumgestaltung orientiert sich am umgebenden freien Uferbewuchs. Die Bäume bei der Brücke an der Urslau sollen erhalten werden. Zur Gemeindestrasse hin soll der Bewuchs wegen der Sichtbeziehung zum Ort ausgelichtet werden. Die Verwendung elementarer Baustoffe garantiert Nachhaltigkeit in Errichtung, Betrieb und Entsorgung.

Der Entwurf versteht sich als technische Architektur mit Darstellung topographischer und typologischer Charakteristika in Struktur und Material, bezogen auf die Landschaft und den Ort Maria Alm.

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