Ausbildungszentrum Graz Andritz

Wettbewerb: 2010, 2. Preis
Auslober: LIG Stmk

Auszug aus dem Wettbewerbsbericht:

Entwurfskonzept

Mit der Errichtung der neuen Werkstätten und der Berufsorientierung/ Arbeitstraining erhält das ABZ Andritz eine neue Mitte. Der „Campus der Elemente“ versteht sich als gestaltbarer Themenpark zu den angebotenen Ausbildungen im ABZ. Die Elemente Holz, Metall, Farben, Gewürzgarten und Stein thematisieren die Berufsausbildung und ihre Materialität. Gegliedert mit zentraler Fläche, Werkpräsentation, Brunnen, Sitzmulden und Freibereichen für die Jugendlichen arrangiert er das Zentrum einer Ausbildungskultur.

Die neuen und bestehenden Bauten rahmen diesen Campus ein, der offen zur Freifläche vor dem Internat und den Sportplätzen ist. Die Haupterschließung erfolgt von der St. Veiter Strasse, die Nebenzufahrt von der Hoffeldgasse. Östlich des Internatstraktes wird die Durchfahrt neu angeordnet und mündet auf den Platz. Der bestehende Turm mit Handymast soll als Zeichen für das ABZ mit Metall- und Holzlattungen zu einem positiven Element umgestaltet werden. Der Baumbestand bleibt erhalten.

Die Werkstättentrakte selbst verstehen sich als klare, gewerbliche Bauten, gestaltet für die Überleitung von der Lehre in das tägliche Wirtschaftsleben. An der Ostgrenze von den Nachbarn abgerückt, befinden sich die Werkstätten aufgrund der Funktionsbeziehungen gegenüber der bestehenden Halle.

Die Räume des Arbeitstrainings und der Berufsorientierung wenden sich als Bereich des „Ankommens“ dem Campus zu. Die Hauptöffnungen der Hallen orientieren sich zu den Innenbereichen, stärken so das innere Leben. Nach außen sind sie als zurückhaltende Baukörper gestaltet, die zur umgebenden Morphologie überleiten.

Berufsorientierung und Arbeitstraining

Die Handwerkstätten sind als eigenständiger Bereich konzipiert, mit eigenem Eingang und gliedern sich um das zentrale Büro beim Maschinenraum und der Werkstättenräume. Im Übergang zum nördlichen Trakt befinden sich der Aufenthaltsraum und die Küche, die Garderoben, das Freibereichlager, sowie dem Eingang für DSA und Förderprogramme mit Kommunikationsraum im 1. OG.

Werkstättenhalle

Ausgehend von den Funktionsbeziehungen zur bestehenden Halle wird die neue wieder gegenüber errichtet. Die Tischlerei im Süden, die Kfz Technik und Lackiererei in der Mitte und die Schlosserei zum Campus sind dem jeweiligen Bestand zugeordnet. Kfz und Lackierbereich funktionieren autark, können aber zusammengelegt werden. Eine interne Durchfahrt von der Lackierbox durch die Halle nach Osten ist gegeben.

Die Gasse integriert die geforderten Außenbereiche, dient der Belieferung und ist mit einem Vordach witterungs- und sonnengeschützt. Freitreppen führen in die Sozialräume, Büros und Umkleiden im 1.OG, reversibel integriert in die Hallenvolumen. Die Kfz und Lackiererstellplätze, der Waschplatz sind der Halle im Osten vorgelagert, auch als Schallpuffer zu den Nachbarn. Im bestehenden Hallenbereich wurden die Nebenräume laut Raumprogramm umstrukturiert.

Aufschliessung

Die Erschließung erfolgt von der St. Veiter Strasse, die Nebeneinfahrt zur Hoffeldgasse bleibt bestehen. Die Durchfahrt erfolgt östlich des Internatstraktes. Die Werkstätten sind von mehreren Seiten erschlossen. Die Gärtnereizufahrt bleibt bestehen. Nördlich der bestehenden Hallen sind die Fahrradabstellplätze angeordnet. Sämtliche nicht mit der Produktion verbundenen Parkplätze, auch Carports werden am nördlichen Hauptparkplatz untergebracht. Die Müllplätze werden in das Bestandsgebäude mit Handymast integriert.

Project categories: Wettbewerbe

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