Die mit Schutt der gesprengten Gewölbe gefüllte Uhrturmkasematte wurde 1997 von einem Archäologenteam unter Dr. Dietmar Kramer geöffnet. Aufgabe war es durch eine Überdeckelung einen Innenraum wiederherzustellen und den Raum für Veranstaltungen und Ausstellungszwecke nutzbar zu machen. Im Spannungsfeld zwischen historischer Bausubstanz und neuer Funktion entstand ein von oben begehbarer Raum der im Heruntersteigen gleichsam durch die historischen Schichten führt. Neben dem Uhrturm, dem Grazer Wahrzeichen eine Einhausung für den Abgang und die Sichtöffnungen nach oben zu errichten wurde so gelöst, dass sämtliche Außenöffnungen als Vitrinen, der Abgang mit öffenbarem Deckel ausgebildet wurden. An der Oberfläche wurde wieder, wie in der vergangenen Burg, eine zusammenhängende Pflasterfläche gestaltet, die die Kasematte, den Urturm und dem Blick über die alte Stadt wieder zusammenführt.

Projekttitel
Ausbau Kasematte und Uhrturmplatzgestaltung Graz
Planung
Andexer Moosbrugger Architekten
Realisierung
1997
Fotos
Peter Eder

(c) Egger2