Das Haus für Menschen mit besonderen Bedürfnissen versteht sich als begehbare Struktur mit Dorfcharakter. Rund um die Wohnküchen mit Terrassen entwickeln sich die Räume der Wohngemeinschaften. In der Mitte, mit zentraler Übersicht, befindet sich der Stützpunkt. Die Wege zu den versetzt angeordneten Wohnungen führen entlang der Atrien, ermöglichen Ausblicke und bieten mehrere Möglichkeiten zum Ziel zu gelangen. Die Erschließungsbereiche sind Orte der Normalität, Partizipation, Nischen der allgemeinen Privatheit und Öffnung zur Außenwelt. Im östlichen Flügel des Altbaues wird die Gerontopsychiatrie Tagesklinik mit direktem Ausgang in den nordöstlichen Garten am oberen Niveau eingefügt. Die neue durchgehende Erschließungszone öffnet das Haus mit Foyer, Infopoint und überdecktem Vorbereich direkt zum Neubau. Darüber befinden sich die Wohnküchen mit Terrassen und den Stützpunkten. Diese verkürzen die bestehenden langen Gänge. Grundsätzliches Ziel ist die Öffnung der Raumstruktur im Inneren, die Unterteilung der langen Gänge. Der Vorplatz Nord wird mit Verweilzonen und Brunnen neu gestaltet. Die Wohneinheiten stellen den intimen Bereich der BewohnerInnen dar. Ein französisches Fenster bildet, geöffnet, einen kleinen Freibereich im Wohnraum. Ein eingebautes Bücherregal und ein Alkoven mit Sitzecke, ein Bord für indirektes Licht, gliedern die Fensterfassade mit Holzelementen. Die Sitzbank kann mit einem aufklappbaren Seitenteil zu einem Notbett für Angehörige umgebaut werden.

Projekttitel
Um- und Zubau Pflegewohnheim Rosenhain Graz
Planung
ARGE Andexer Haidacher Architekten
Wettbewerb
2010
1.Preis
Visualisierung
ht-vis architekturvisualisierung, Graz

(c) Egger2