Wohnheim und Werktherapie Eustachius Kugler-Haus 3-geschossiger Neubau an der Hangkante mit talseitig voll belichteten Therapiewerkstätten im Untergeschoss und 2 Stationsgeschossen für jeweils 26 BewohnerInnen. Ausgehend von der Philosophie der Wohngemeinschaften bietet das Gebäude verschiedene räumliche Situationen. Die klare funktionelle Anordnung zwischen Zimmern, Versorgungs- und Gemeinschaftseinrichtungen ermöglicht es, von einem Punkt aus alle Funktionen einer Station zu überblicken. Die Versorgungsräume sind konzentriert zusammengefasst. Der Wechsel zwischen ein- und zweihüftiger Anlage bietet die erforderliche räumliche Variabiltät, um eine anregende, helle Atmosphäre für den Aufenthalt der Bewohner und die Arbeitssituation des Personals anzubieten. In einer Station zusammengefasst gibt es je zwei Wohngruppen, zwei zur Gesamtanlage hingewendete Aufenthaltbereiche und die Möglichkeit der Begegnung zwischen den beiden Wohngemeinschaften. Der Grundriss bietet unterschiedliche Rückzugs- und Verweilmöglichkeiten innerhalb der beiden Gruppen. Im Gangbereich gibt es immer wieder Lichtblicke, Sitznischen und kleine Plätze zum Verweilen. In der Mitte des Gebäudes befindet sich ein großer sicherer Freisitz zur gemeinsamen Begegnung mit der Sonne und der Weite der Landschaft.

Projekttitel
Eustachius Kugler-Haus
Planung
Andexer Moosbrugger Architekten
Realisierung
2004
Fotos
Paul Ott

(c) Egger2