Das Entwurfskonzept baut auf der Öffnung des Hauses durch Entfernen der störenden Einbauten, vorwiegend aus dem 20. Jhdt., auf. Die historische Bausubstanz der großen Krankensäle des ehemaligen Armen- und Siechenhauses, dessen Ursprünge bis ins 17. Jhdt. zurückreichen, werden wieder sichtbar gemacht. Die räumlichen Elemente für die heutige Büronutzung werden klar ablesbar in diese Raumstruktur eingefügt. Die Gewölbe und ihre Raumzusammenhänge werden wieder erlebbar gemacht. Die mit Fenstern zugebauten Arkaden im Nordtrakt wurden geöffnet und ermöglichen dadurch beidseitige Belichtung und natürliche Belüftung der Arbeitsbereiche und damit eine flexiblere Nutzung des Hauses für Bürotätigkeit. Im Nordhof erfolgte die Errichtung eines Wintergartens, um die Bereiche neuer Eingang/ Portier, Cafe mit Gastgarten, Stiegenhäuser und Begegnungszentrum neu aufzuschließen. Die Portierloge mit neuem Foyer- und Infobereich wurde transparent gestaltet und zum neuen Eingang verlegt, um als erste Anlaufstelle im Haus attraktiv und übersichtlich zu funktionieren. Der Nordhof wurde gepflastert und kann als Gastgarten und Veranstaltungsfläche genutzt werden. Die bestehende Linde konnte erhalten werden und steht im Zentrum der mit Rollstühlen befahrbaren Grünfläche im Hof. Das gesamte Erdgeschoss liegt auf einer Ebene und ist barrierefrei ausgeführt. Ein behindertengerechter Lift erschließt die Geschosse. Der Ausbau des fertiggestellten 1. Bauabschnittes umfasst ca. 2300 m2 Nutzfläche.

Projekttitel
Revitalisierung Kreuztrakt GGZ Graz
Planung
Andexer Moosbrugger Architekten
Realisierung 1. Bauabschnitt
Oktober 2004 - Dezember 2005
Fotos
Peter Eder (4)
Paul Ott (9)

(c) Egger2